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Radebeul macht Dampf
» Karl May Museum in Radebeul Ost

Karl-May-Museum Radebeul

Karl May / Zeichnung Wo? Karl-May-Straße 5
  01445 Radebeul
Parkplätze in der Umgebung  
 
Unsere Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag geöffnet
09:00 - 18:00 Uhr von März bis Oktober
10:00 - 16:00 Uhr von November bis Februar
Telefon (0351) 837 30 10
Telefax (0351) 837 30 55

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info@karl-may-museum.de
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„Das Karl-May-Museum in Radebeul ist eine Sehenswürdigkeit, deren Besuch kein Fremder bei einer Umschau in Dresden und Umgegend versäumen darf. Am Fuße der Weinberge der Lößnitz, deren Blütengärten im Frühling ein Zauberreich bedeuten, liegt es als lockendes Ausflugsziel.“ Diese Worte finden sich im Buchklappentext des Bandes 64 „Das Buschgespenst“ von Karl Mays Gesammelten Werken des Karl-May-Verlages im Jahre 1935. Das Radebeuler Museum ist zu dieser Zeit bereits sieben Jahren geöffnet und die grüngoldenen Karl-May-Bände haben eine Auflage von 9,5 Millionen Exemplaren erreicht. Klara May, die Witwe und Universalerbin des Schriftstellers, und der Karl-May-Verleger Dr. Euchar Albrecht Schmid hatten, angetrieben von dem Wunsch, das literarische Erbe zu bewahren und einen Erinnerungsort für Karl May (1842 – 1912) zu schaffen, die Museumsidee Realität werden lassen. „Das Ganze ist eine Illustration zu Mays Werken ... Ich möchte den Lesern Freude machen und die Phantasie, die May anzuregen wusste, durch die Sammlung eines seiner Leser in die Wirklichkeit hinüberleiten“, schreibt Klara May 1926. Mit dem Erwerb der ethnographischen Sammlung indianischer Gegenstände aus Nordamerika von Patty Frank (1876 – 1959) – einem begeisterten Leser der Romane Karl Mays – war die Grundlage geschaffen, im sächsischen Radebeul eine in Europa einmalige Indianerausstellung einzurichten. Patty Franks Vorstellungen von einem Karl-May-Museum finden sich in dem Erzählbändchen „Ein Leben im Banne Karl Mays“: „Er hatte doch einen Plan gefasst, damals als sie das erste Mal über die Zukunft seiner Sammlung sprachen, einen schönen Plan. Wie war das doch? Man müsse ein ganz besonderes Museum einrichten. Etwas, was noch nicht dagewesen ist. Ein Museum, das jeden Jungen begeistert; das nicht nur wissenschaftlich, sondern auch romantisch ist. Kurz und gut: ein Museum, wie es Karl May geschaffen haben würde. Man denke sich das: echte kostbare Indianerstücke in einem richtiggehenden Wildwestblockhaus, das mitten in der Prärie, neben Marterpfählen und Tipis stehen könnte!“. Betreten Besucher des Museums nachdem Sie zuerst an Mays Wohnhaus, der Villa „Shatterhand.“ vorübergegangen sind, den Platz vor der „Villa Bärenfett“ heute, so kann man noch immer das Staunen von den Gesichtern ablesen. Wenn die schwere Holztür geöffnet wird, ist oft zu hören. „Nu, gugge mal eene echte Blockhütte wie im Wilden Westen und die Winnetou-Melodie. Die Filme mit Pierre Brice … die haben wir doch immer Weihnachten gesehen, weeßt du noch?“. Ein Schuß von Karl Mays Indianerromantik ist hier noch immer zu spüren.
Inzwischen sind Generationen herangewachsen, die Karl Mays Helden von Winnetou bis Geierschnabel nur noch aus den Filmen kennen. Doch auch sie bringen wiederum ihre Kinder mit in das „Indianermuseum“ nach Radebeul, wie es im Volksmund noch immer vertraut genannt wird. Für die Alten ist der Besuch in Radebeul eine Reise in die eigene Jugend und Kindertage. Erinnerungen werden wach und finden sich oft mit ehrlichen, bekennenden Worten im Gästebuch wieder: Frau Altmann aus München im September 2007: „In meiner Jugend war ich eine begeisterte Karl-May-Leserin (mindestens 35 – 40 Bände) und freue mich, jetzt die Villa Shatterhand besuchen zu können. Sehr schön!“ Heute geht man von einer Gesamtauflage der Werke Karl Mays von 200 Millionen aus. Er ist der meistgelesene deutsche Schriftsteller. Das Museum – das Wigwam Old Shatterhands – haben inzwischen 7,7 Millionen Menschen aus aller Welt besucht. Bis zum Ende des 2. Weltkrieges waren es 120 Tausend. Seit der wissenschaftlichen Neugestaltung der Schausammlung unter Federführung des Staatlichen Museums für Völkerkunde Dresden 1962 und einer damit verbundenen Konzentration auf die Kulturen der Indianer Nordamerikas waren es 7,1 Millionen Gäste. Erst 1985 konnte das Wohnhaus des Schriftstellers mit der Ausstellung „Karl May – Leben und Werk“ den Besuchern zugänglich gemacht werden. In jenem Jahr 1985 pilgerten über 350 Tausend Menschen nach Radebeul, um die Phantasiewelt Karl Mays zu erkunden. Bereits 10 Jahre später konnte nach der Wiederherstellung der Einheit Deutschlands ein Großteil des mobilen Nachlasses Karl Mays nach Radebeul zurückkehren. Der Empfangssalon mit originalen Gemälden seines Künstlerfreundes Sascha Schneider, das orientalisch eingerichtete Arbeitszimmer und seine private Bibliothek sind nunmehr für die Besucher zu sehen. Mit der Heimkehr dieser „Heiligtümer“ ist eine literaturhistorische Wirkungsstätte
entstanden und zugänglich geworden. Fachleute und Laien können seitdem auf ganz
besondere Weise Karl May für sich neu entdecken: „Seit 40 Jahren träume ich vom
Besuch der Villa Shatterhand und bin tief betroffen ob der Schlichtheit und Vollkommenheit der Ausstellung bzw. des Hauses. Vielen Dank und alles Gute von einem der größten Fans dieses großen Mannes.“, schreibt Familie H. Brandl aus Linz/
Österreich im Dezember 2007. In den letzen fünf Jahren liegen die Besucherzahlen bei 60 bis 70 Tausend Besucher pro Jahr. Für ein kleines privates Museum eine stolze Zahl. Viele Initiativen tragen dazu bei, das Erbe Karl Mays auch im 21. Jahrhundert lebendig zu halten: Führungen, museumspädagogische Programme, Sonderausstellungen, das populärwissenschaftliche Museumsmagazin „Der Beobachter an der Elbe“, eine Multimedia-CD-ROM, das Vortragsprogramm des Fördervereins, der Spurenpfad im Museumsgarten, das Bogenschießen am Tipi, der Kindermuseumsführer und Veranstaltungen für Familien wie die Kindermuseumsnacht oder die Familiennachmittage mit Großer Häuptling Kleiner Bär. Mit einem Schmunzeln lesen sich sodann Besucherkommentare im Gästebuch im Jubiläumsjahr 2008. Frau Giese aus Leinefelde/Thüringen im August: „Erst habe ich die Kinder fast nicht hier rein bekommen, dann nicht wieder raus ... Das Familienrätsel war ein guter Anreiz.“ Uschi Luft aus Gernsbach/Baden-Württemberg im Oktober: „Ich bin eigentlich ein Museums-Banause. Aber dieses ist einfach toll. Sehr informativ. Die Indianer hatten Geschmack!“. Und Niklas und Christian aus Sonneberg/ Thüringen: „Wir machen heute einen Tagesausflug nach Dresden. Das Museum ist wunderschön – ab nun spielen wir wieder weniger Computer und öfters mit Indianern.“

André Köhler

 
 
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